Happy-Go-Lucky – die neue Kollektion für den Sommer 2022

Als ich mit der Planung der Kollektion begann, stand die Welt noch nicht ganz so arg Kopf, wie sie es jetzt tut. Sie hatte es da schon in sich, aber nun ist doch noch einmal ein bisschen dazugekommen.

Wie dem auch sei: Von Beginn an wollte ich mit der Kollektion ein bisschen Leichtigkeit in den Alltag zurückbringen. Und einer meiner Lieblingsausdrücke ist „Happy-Go-Lucky“.

 

Happy-Go-Lucky bedeutet soviel wie „unbeschwert“ oder „in den Tag hineinleben“. Und Mode sollte meiner Meinung nach immer auch etwas Frohes und Optimistisches ausstrahlen. 

Deshalb habe ich die einzelnen Stücke nach Songs benannt, die sofort für gute Laune sorgen.

Die Schnitte sind wie in der vergangenen Winter-Kollektion zerowaste, also ohne Abfall. 

Und natürlich habe ich mir auch bei den Materialien Gedanken gemacht. Bio-Baumwolle, Baumwollgarne und dieses Mal auch Merinowolle sind dabei. Merinowolle ist etwas leichter und trotzdem wärmender als Baumwolle, deshalb ist sie auch mit von der Partie.

Wie immer gilt: Alles stelle ich selbst in meinem Berliner Atelier her.

Ich freue mich auf Euer Feedback.

Eure Sandra von elbfeeberlin

The Sweetheart Tree – die neue Brautmodenkollektion 2022 von elbfeeberlin

 

They say there’s a tree in the forest

A tree that will give you a sign

Come along with me to the Sweetheart Tree

Come and carve your name next to mine.

Songwriter: Henry Mancini/ Johnny Mercer

Es soll einen Baum im Wald geben/ Einen, der Dir ein Zeichen gibt/ Komm mit mir zu dem Schatz-Baum/ Komm und schnitze Deinen Namen neben meinem ein. (Übersetzung: Sandra Lietzmann)

Dieses Ritual, das, so glaube ich zumindest, leider ein wenig aus der Mode gekommen ist, finde ich bezaubernd. Ein verliebtes Paar spaziert durch den Wald und schnitzt in die Rinde eines Baumes die eigenen Initialen und möchte so seine Zuneigung für immer festhalten. Und was wäre passender als ein Baum – der Baum als Symbol für eine, wenn vielleicht nicht ewige, so aber doch zumindest eine sehr sehr lange Zeit? Und schließlich ist der Baum nach seinem Tod immer noch Grundlage für neues Leben – also doch ein Symbol für die Ewigkeit. 

Der „Sweetheart Tree“ steht für vieles, was mir wichtig ist: Liebe, Natur, Langlebigkeit, Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und im wahrsten Sinne des Wortes Beständigkeit. 

Und das Lied „Sweetheart Tree“ wurde auf wunderbare Weise von der umwerfenden Natalie Wood im Film „The Great Race“ interpretiert, indem sie eine emanzipierte Frau spielt, die sich ganz gleichberechtigt neben die Männer stellt und dabei doch nicht auf die Liebe verzichtet – genau „meine“ Braut. Deshalb tragen Teile der Kollektion ihren Vornamen bzw. den ihrer Filmheldin – Maggie. 

Mit dieser Kollektion bin ich auch in Sachen Nachhaltigkeit wieder einen Schritt weitergegangen, denn möglichst viele Schnitte entstanden in zerowaste-Technik – also ohne Stoffabfall beim Zuschnitt. Ebenso sorgfältig war ich auch wieder bei der Stoffauswahl.  Ihr kennt mich…..

 

Eure Sandra von elbfeeberlin

 

Und hier könnt Ihr die ganze Kollektion direkt losshoppen: Kollektion Sweetheart Tree – 2022

Mit heißer Nadel genäht

Jetzt mal ehrlich: Das ist doch zu heiß, oder? 

Gestern wurde es mir im Garten wirklich zu heiß – normalerweise kann ich es sonntags dort sehr gut aushalten, aber gestern…neee.

Und so zog ich mich ins Souterrain bei uns zurück, zusammen mit Hundi.

Ich tat dann etwas, was ich normalerweise an gemütlichen Wochenenden im Winter tue – ich nähte frei einfach drauflos. Neulich hatte ich mir nämlich ein Paket Stoffe bestellt, die genau die Muster hatten, die auch Jane und Cassandra Austen (jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich Jane Austen verehre) für ihren Quillt benutzt hatten. Ich musste diese Stoffauswahl einfach haben – wofür, wusste ich noch nicht genau.

Eine Decke sollte es aber nicht werden. Ich habe vor einiger Zeit auf Instagram den HoneyBea – Shop entdeckt. Dieses Label stellt zauberhafte Gute-Laune-Mode im Patchworkstil her – Mode , in der man sich Zuhause fühlt, sozusagen. 

Nachdem ich einzelne Streifen abgeschnitten hatte, nähte ich sie zusammen, schnitt mehr ab, nähte wieder weiter, mal längs, mal quer. Schließlich war ein Rockteil fertig – dann ging es weiter – und schwupp – waren Vorder- und Rückenteil fertig. Jetzt fehlten nur noch Ärmel…

Und weil die Stoffe nur privat verwendet werden dürfen (Zeigen ist erlaubt), handelte es sich bei der gestrigen Nähaktion um ein Vergnügen ganz für mich. 

Jetzt sitze ich hier in meinem neuen Patchwork-Kleid a la Jane Austen am Schreibtisch.

Gehabt Euch wohl und lasst es Euch nicht zu heiß werden.

Eure Sandra von elbfeeberlin